Zum 100. Todestag von Prof. Dr. Johannes Beinert

Für unser Dorf Eckartsweier sind 2016/17 historisch bedeutende Jahre. Wir feiern die urkundliche Ersterwähnung im Jahr 2017 und im Rahmen der bereits vorgesehenen Festivitäten soll auch des 100. Todestages von Prof. Dr. Johannes Beinert (Juli 1916 ) gedacht werden.
Aus diesem Anlass hat es sich der Bürgerverein Eckartsweier zur Aufgabe gemacht, zusammen mit Dr. Stefan Woltersdorff aus Kehl ( LiteraTours ), eine Monographie über diese interessante Persönlichkeit  zu erstellen.
Viele historische Texte, zu seiner Person und zu seinem Wirken, sind vorhanden und wurden von den Nachfahren von Prof. Dr. Beinert zur Verfügung gestellt.Johannes Beinert wurde 1877 in Eckartsweier geboren und starb 1916 im Alter von 38 Jahren im 1. Weltkrieg in Frankreich.
Als Deutsch- und Französischlehrer kannte und liebte er beide Staaten, die sich zu seinen Lebzeiten als Todfeinde gegenüber standen. Doch sein Herz schlug für ein Land, das es als politische Größe gar nicht mehr gab: das Hanauerland.
Bis zur Französischen Revolution umfasste es Gebiete beiderseits des Oberrheins, die trotz der Grenze bis heute durch Dialekt und Tradition miteinander verbunden sind. Neben zahlreichen Artikeln verfasste er zwei Bücher über dieses Thema: eine Doktorarbeit über den Barock-Schriftsteller H.M. Moscherosch aus Willstätt und ein heimatkundliches Werk über die Geschichte des badischen Hanauerlandes. Zurecht wurde er daher als der eigentliche "Erzähler des Hanauerlandes" bezeichnet, als der er bis heute Beachtung verdient. Doch auch sein vielfältiges Engagement als begeisterter und begeisternder Pädagoge, als Mitbegründer des Historischen Vereins Mittelbaden und nicht zuletzt als Mitinitiator des Moscherosch-Denkmals in Willstätt verdienen eine umfassende Würdigung.
Im Rahmen einer reich bebilderten Monographie sollen Leben und Werk von Johannes Beinert für Leser unserer Zeit verständlich und spannend dargestellt werden. Sein Weg vom Bauernsohn zum Doktor der Philosophie, der nach eigener Aussage "wie ein Märchen klingt, wird im Mittelpunkt stehen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2016 geplant, die Vorstellung soll zu seinem 100. Todestag und im Rahmen des 700. Geburtstages von Eckartsweier stattfinden.Als Grundlage dient ein von ihm kurz vor seinem Tod verfasster Lebensabriss sowie das von ihm angelegte Familienarchiv. Glücklicherweise überstand es den Bombenkrieg im sicheren Heidelberg nahezu vollständig und steht daher für künftige Generationen zur Verfügung.